Birke
Im keltischen Baumkalender war sie der Baum des Anfangs. Früher wurde die Birke „Nierenbaum“ genannt, denn mit ihren harntreibenden und entzündungshemmenden Wirkstoffen regt sie die Nierenfunktion an und führt zu einer vermehrten Wasser- und Salzausscheidung. Zusätzlich wirkt sie stoffwechselanregend- wesentlich für eine „Frühjahrskur“ und durch ihre Harnsäuremobilisierung unterstützt sie die Behandlung degenerativer Gelenksleiden.
Verwendete Teile
Blätter und der Frischsaft vom Baum, Präparate
Inhaltsstoffe
1,5-3 % Flavanoide, Saponine, ätherische Öle, Harze, Gerb- und Bitterstoffe, Salicylate, Ascorbinsäure und Mineralien.
Wirkung/Indikationen
Sie ist nierenfunktionsanregend, harntreibend und entzündungshemmend, dadurch gut geeignet als Durchspülungstherapie bei bakteriellen, funktionellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, zur Verhütung von Harnsteinbildung, bei Nierengrieß, zur unterstützenden Behandlung bei rheumatischen Erkrankungen, bei Hautleiden und bei der Frühjahrskur. Birkentee wirkt vor allem bei mangelnder Harnausscheidung, bei Gesunden lässt sich nur ein geringer harntreibender Effekt erzielen.
Anwendungsformen und Tagesdosis
Als Tee: 2 TL (2 g ) getrocknete Droge mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen, mehrmals tgl. 1 Tasse bis zur Gesamtmenge von 1l trinken.
Frische Birkenblätter z.B. in Salate.
Tagesdosis: 6-10 g Droge
Hinweise
Nicht bei Ödemen infolge Herz- oder Niereninsuffizienz.
Birkenrinde
die weißen Birkenhäutchen dienten früher als Pflaster und wurden bei Verletzungen auf die Wunde gelegt. Dank ihres Gehalts an kampferartigen harzigen Inhaltsstoffen, wie dem Betulin, ist sie praktisch unverweslich, so dass man aus ihr lang haltbare Gegenstände machen konnte (Taschen, Körbe, Schuhe, Dächer, Boote).
Aus dem Betulin, Wasser und Öl wird die Imlan Birken Creme hergestellt, die gute Erfolge bei Schädigung der Haut durch Sonnenlicht, Ekzeme, Neurodermitis und Psoriasis hat.
