Ein wunderschöner Altweibersommer im Oktober. Jetzt kann man auch in höheren Lagen die Preiselbeeren sammeln, die heuer wunderbar ausgereift sind und einen sehr guten Geschmack haben. Beim Ausklauben legt man sich am besten ein Badetuch auf den Tisch, setzt sich mit einer Schüssel auf dem Schoß dazu und rollt die Preiselbeeren in Richtung Tischkante. Alles was Blätter, Stängel und Gräser ist, wird mit der rechten und linken Hand auf die Seite gelegt (wobei bei mir die rechte eindeutig mehr arbeitet!). Die sauberen Beeren werden dann in die Schüssel gerollt und zu Marmelade weiter verarbeitet.
Auch den Beinwell kann man jetzt ernten, eventuell noch ein paar junge Blätter und diese zu der Tinktur und zum Ölauszug geben.
Der Beinwell ist eine meiner Lieblingspflanzen, er siedelt sich überall an, nimmt es nicht übel, wenn man ihm ein paar Wurzeln holt und ist eine der besten Heilpflanzen für den Bewegungsapparat. Ich habe heute von meiner großen Staude beim Kompost einige Wurzeln geerntet und dabei gemerkt, dass zum großen Hauptwurzelstock ein Mausgang ist. Auch Mäuse wissen, was gut ist und tut!
Beinwell
Die hervorragende Wirkung von Beinwell bei Sportverletzungen, Sportunfällen, Knochenbrüchen und Sehnen-, Gelenk- und Muskelschmerzen ist durch Studien belegt: Beinwell wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd, abschwellend und stellt die Beweglichkeit wieder her. Deshalb gilt Beinwell als „Arnika der Knochen, Sehnen und Gelenke“ und gehört in jede Sporttasche, Reise- und Hausapotheke. Beinwell entspannt schmerzhaft verhärtete Muskelgruppen. Bei Verstauchung, Verrenkung, Zerrung, Prellung, Quetschung, Schwellung und Bluterguss beeindruckt die Pflanze durch ihre Wirkung: Schmerzen und Schwellungen gehen schnell zurück, die Mobilität der Gelenke kommt rasch zurück. Beinwellsalbe lindert auch Sehnenscheiden- und Schleimbeutelentzündungen, Nagelbettentzündungen, Furunkel, Fersenrisse, Venenentzündungen und Narbenschmerzen. Achtung: Aufgrund Spuren von lebergiftiger Pyrrolizidinalkaloide darf Beinwell nicht in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Kindern unter 2 Jahren angewendet werden.
Sicherheitshalber nur auf intakter Haut anwenden und nur 4-6 Wochen pro Jahr.
Beinwellsalbe
Zutaten:
- 150 g Beinwellölauszug (immer einen Heißölauszug machen, kalt angesetzt besteht Schimmelgefahr)
- 60 g Beinwelltinktur (mit 60 % Korn)
- 30 g Lanolin, (Wollwachs)
- 20-25 g Bienenwachs biologisch
Zubereitung:
Das Bienenwachs, den Ölauszug und das Lanolin auf ca. 65 ° C erwärmen. Die Tinktur in die Fettbasis einrühren, fest weiterrühren, bis die richtige Konsistenz erreicht ist, in Tiegel füllen, abdecken und wenn erkaltet, zumachen und beschriften.