Erdäpfel oder Kartoffel

Erdäpfel (Österreich) oder Kartoffel (Deutschland)

Die Kartoffel aus der Familie der Nachtschattengewächse stammt aus den Anden in Südamerika. Dort wurde sie bereits vor 5000 Jahren in 2000 – 3000 Höhenmeter kultiviert. Sie wurde von den Spaniern nach Europa gebracht, es dauerte aber lange, bis die Kartoffel zum europäischen Volksnahrungsmittel wurde. Solanin, das in allen grünen Teilen der Pflanze, also in den Blättern, den Beeren und auch grünen Stellen in der Knolle enthalten ist, führt schon in geringer Menge zu Bauchweh, Krämpfen und Durchfall. Das Wort Kartoffel entstammt dem italienischen „tartufolo= Trüffel“, da sie an in der Erde heranwachsende Trüffel erinnerten.

Kartoffel machen nicht dick: 100 g haben nur 85 Kalorien. Sie enthalten rund 20 % Stärke und 2 % Eiweiß von besonders hoher Qualität. Mit einer Portion von ca. 150 g kann man fast den gesamten Bedarf an essentiellen Aminosäuren abdecken, außerdem bis zu 35 % des Vitamin C Tagesbedarfs, 40 % des Magnesiums und 17 % des Eisens, das wir brauchen. Kartoffel sind auch reich an B-Vitaminen, darunter die wertvolle Folsäure und Pantothensäure, das „Antistress Vitamin“. Der höhe Kalium Gehalt fördert die Entwässerung, außerdem enthalten sie auch noch Kalzium, Fluorid, Phophor, Kupfer, Zink, Kabalt und auch Jod.

Die Ballaststoffe der Kartoffel fördern die Verdauung, ihre Polysaccharide (Mehrfachzucker) haben im Zusammenspiel mit den Ballaststoffen eine vorbeugende Wirkung gegen Darmkrebs.

Dank des hohen Magnesiumgehalts können abendliche Kartoffelesser besser schlafen.

Erdäpfelwickel oder „Bauernfango“: bei Schnupfen, vor allem mit Beteiligung der Nasennebenhöhlen, hilft es gekochte und gestampfte Kartoffeln so heiß wie möglich (Verbrennungsgefahr!) rund um die Nase aufzulegen und bis zum Auskühlen dort zu belassen. Als Wickel hilft es auch bei Halsweh oder Gelenksschmerzen, da die Kartoffel die Wärme sehr lange halten. Nicht im Akutfall, sondern nur bei chronischen Schmerzen.

Küchentipps: Grundsätzlich unterscheidet man zwischen festkochenden Salatkartoffel und mehligen für Pürees. Grüne Stellen und Keime an Kartoffel sind giftig und müssen weggeschnitten werden. Kartoffel in der Schale gekocht sind am gesündesten, da sie den höchsten Vitamin- und Mineralstoffgehalt haben, bei Salzkartoffel werden die meisten Inhaltsstoffe mit dem Kochwasser weggeschüttet.

ErdäpfelErdäpfel

Über Innergebirg

Mein Zuhause ist „Inneralpin“, das heißt in einem Tal der Hohen Tauern auf der „Sonnseite“. Beruflich bedingt- ich bin Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester- habe ich ein Interesse am gesund werden und bleiben. Vor einigen Jahren habe ich dann die Ausbildung zur TEH Praktikerin gemacht, aus Interesse und Liebe zur Natur und versuche nun mein Wissen durch Fortbildungen und gute Literatur zu vertiefen. Durch den TEH Verein (TEH= traditionelle europäische Heilkunde) bin ich auf das alte und fast vergessene Wissen unserer Vorfahren aufmerksam geworden. Durch diesen Blog sehe ich die Möglichkeit mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten und unser Wissen und Erfahrung auszutauschen und zu teilen, denn ich habe das Gefühl, das Interesse an „Lebensmittel“ und natürlichen Heilmitteln zur Unterstützung der Gesundheit wächst wieder.

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