Haustee und Wildkräutersalz

„Es muass auf nackerte Lärchen schneibm

Bevor der Schnee kann lieben bleibm.“

An diesen Spruch muss ich denken, wenn ich aus dem Fenster schaue. Die Lärchen sind noch bis auf fast 1700 m gelb und leuchten aus dem dunklen Fichtenwald heraus. Der Winter hat sich auf ca. diese Höhe zurückgezogen, der Schnee ist wieder geschmolzen. Es war gut für die Natur, dass der Winter einen Vorboten geschickt hat. Die Pflanzen ziehen sich zurück und verschwenden keine Kraft auf ein unnötiges, verfrühtes Austreiben. Das Laub lässt sich gut zusammenrechen und wird auf einen Laubkomposthaufen gebracht, wo es Zeit hat zu verrotten. Der Sommeraufbau vom Frühbeet wird abgeräumt und es bekommt die Isolierplatten für den Winter, damit die roten Rüben, der Sellerie und ein paar schwarze Radi noch weiter wachsen können.

Ich habe auch meine getrockneten Schätze durchgeschaut und einen Haustee und ein Wildkräutersalz gemacht.

Für den Haustee habe ich die folgenden Blüten und Blätter gemischt, einfach die Menge die ich hatte oder ungefähr 10-20 g: Algiermalve, Gänseblümchen, Goldnessel, Himbeerblätter, Kornblume, Orangen Tagetes, Ringelblume, Rose, Schafgarbe, Stiefmütterchen, weiße- und Zitronenmelisse, Zitronenagastache, Zitronenstrauch.

Haustee

Das war ein unglaubliches Dufterlebnis und auch Geschmack und Aussehen sind sehr gut. Abgefüllt in kleine Säckchen habe ich gleich passende Geschenke.

Haustee abgepackt

Auch beim Wildkräutersalz habe ich es so gemacht und anders als bei meinem 10 Kräutersalz, wo ich von jedem Kraut die gleiche Menge nehme, hier das genommen was ich hatte. Herausgekommen ist ein sehr aromatisches Kräutersalz mit wertvollem Steinsalz vermischt.

Verwendet habe ich folgende Kräuter und Blüten: Steinsalz, Beifuß, Bohnenkraut, Brennnessel, Goldnesselblüten, Gundermann, Kerbel,,Löwenzahn, Orangenthymian, Quendel, Salbeiblüten, Schnittknoblauch, Spitzwegerich, Schafgarbe.

Wildkrauersalz_jpg

 

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Über Innergebirg

Mein Zuhause ist „Inneralpin“, das heißt in einem Tal der Hohen Tauern auf der „Sonnseite“. Beruflich bedingt- ich bin Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester- habe ich ein Interesse am gesund werden und bleiben. Vor einigen Jahren habe ich dann die Ausbildung zur TEH Praktikerin gemacht, aus Interesse und Liebe zur Natur und versuche nun mein Wissen durch Fortbildungen und gute Literatur zu vertiefen. Durch den TEH Verein (TEH= traditionelle europäische Heilkunde) bin ich auf das alte und fast vergessene Wissen unserer Vorfahren aufmerksam geworden. Durch diesen Blog sehe ich die Möglichkeit mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten und unser Wissen und Erfahrung auszutauschen und zu teilen, denn ich habe das Gefühl, das Interesse an „Lebensmittel“ und natürlichen Heilmitteln zur Unterstützung der Gesundheit wächst wieder.

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